Schokokuchen im Wasserbad – aus dem Topf statt aus dem Ofen
- Juri

- 29. Nov. 2025
- 4 Min. Lesezeit

Schokokuchen aus dem Topf – wenn der Ofen Pause hat.
Manchmal hast du Lust auf Schokokuchen, aber keinen Ofen frei. Oder du willst einfach testen, was im Topf so geht. Genau darum geht es hier: saftiger Schokokuchen, im Wasserbad gegart, in kleinen Förmchen oder ganz normal in einer Tasse.
Die Idee kommt von diesen „steamed chocolate puddings“, die nur mit Wasserdampf gegart werden. Ich habe das Prinzip auf unsere Tassenkuchen-Größe angepasst, damit du es zu Hause easy testen kannst – mit Förmchen oder Tasse, ohne Deckel, nur Topf und Herd.
Warum Schokokuchen im Wasserbad?
Du brauchst keinen Ofen, nur einen Herd und einen Topf.
Funktioniert mit 240-ml-Förmchen **oder** einer ganz normalen Tasse.
Der Kuchen bleibt extrem saftig durch den Dampf.
Perfekt, wenn du kleine Desserts für Gäste machen willst.
Spannendes Experiment für alle, die Tassenkuchen lieben.
Schwierigkeit, Portion & Zeit
Schwierigkeit: Einfach
Portionen: 4–5 kleine Kuchen (à ca. 240 ml)
Zubereitung: ca. 20 Minuten
Garzeit im Wasserbad: maximal ca. 35–45 Minuten
Gesamt: ca. 55–65 Minuten
Das Rezept: Schokokuchen im Wasserbad
Zutaten: Für den Schokoteig (4–5 kleine Förmchen oder Tassen)
Feuchte Zutaten:
80 g weiche Butter
120 g Zucker
2 Eier (Größe M, Zimmertemperatur)
100 g Zartbitterschokolade (60–70 % Kakao), grob gehackt
120 ml Milch (Vollmilch)
1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
Trockene Zutaten:
130 g Weizenmehl Type 405 - oder Dinkel 630
25 g ungesüßtes Kakaopulver
1 TL Backpulver (ca. 4 g)
¼ TL Salz
1. Topf und Wasserbad vorbereiten
Einen großen, breiten Topf nehmen.
Variante empfohlen:
Ein gefaltetes Küchentuch, einen hitzebeständigen Untersetzer oder einen Einsatz auf den Boden legen.
Hintergrund: Der Topfboden wird deutlich heißer als das Wasser. Stehen die Förmchen direkt auf dem Metall, bekommen sie unten mehr Hitze ab als oben. Der Kuchen kann unten trockener werden, während er oben noch weich ist.
Wenn das Wasser stärker blubbert, schlagen die Luftblasen direkt gegen die Förmchen. Das kann klappern, wandern oder bei Glas im Extremfall zu Rissen führen. Die Unterlage dämpft das und verteilt die Hitze sanfter.
Variante direkt auf dem Boden (geht auch):
Du kannst die Förmchen auch direkt auf den Topfboden stellen.
Wichtig ist dann: Das Wasser darf nur leise simmern, nicht sprudelnd kochen. Sonst schlägt es stark gegen die Förmchen und die Hitze von unten ist sehr aggressiv.
Deine 240-ml-Förmchen oder hitzebeständigen Tassen einmal leer in den Topf stellen und schauen, wie viele reinpassen. Danach wieder herausnehmen.
Wasser in den Topf gießen, bis es ungefähr bis zur Hälfte der späteren Förmchenhöhe reicht.
Wasser auf mittlerer Hitze langsam zum leichten Simmern bringen. Noch nicht wild kochen lassen – hier geht es um die sanfte Hitze und den Dampf, nicht ums sprudelnde Kochen.
2. Schokolade schmelzen
40 g von der Butter zusammen mit der gehackten Schokolade in einen kleinen Topf oder eine hitzebeständige Schüssel geben.
Über dem Wasserbad oder bei sehr niedriger Hitze schmelzen, dabei rühren.
Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.
3. Teig rühren
Die restlichen 40 g Butter mit dem Zucker in einer Schüssel verrühren, bis alles gut vermischt ist.
Die Eier nacheinander einrühren.
Die flüssige Schoko-Butter-Mischung dazugeben und unterrühren.
Milch und Vanille einrühren.
Mehl, Kakao, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel mischen und über die Masse sieben.
Mit einem Schneebesen oder Spatel nur so lange rühren, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind.
– Der Teig soll glatt sein, aber nicht überrührt.
4. Förmchen oder Tassen vorbereiten
Förmchen oder Tassen mit etwas Butter ausstreichen und leicht mit Kakao oder Mehl ausstäuben.
Den Teig einfüllen, maximal bis ⅔ Höhe.
– In 240-ml-Förmchen sind das etwa 3–4 EL Teig.
Förmchen kurz auf die Arbeitsfläche klopfen, damit Luftblasen aufsteigen.
5. Im Wasserbad garen
Die Förmchen/Tassen vorsichtig in den vorbereiteten Topf stellen.
– Zwischen den Förmchen etwas Platz lassen, damit der Dampf zirkulieren kann.
– Henkel von Tassen können über den Wasserrand ragen, das ist okay.
Prüfen, ob das Wasser leise simmert. Wenn es zu stark kocht, Hitze reduzieren.
Topf mit einem Deckel schließen.
Garzeit:
- 4–5 kleine Förmchen à 240 ml: ca. 35–45 Minuten
Nach ca. 30 Minuten den Stäbchentest machen:
– Holzstäbchen in die Mitte stecken.
– Für normalen Kuchen: Stäbchen mit ein paar feuchten Krümeln ist perfekt.
– Für sehr saftig/puddingartig: In der Mitte darf es noch leicht schokoladig feucht sein.
Zwischendurch alle 10–15 Minuten den Wasserstand kontrollieren und bei Bedarf vorsichtig heißes Wasser nachgießen.
6. Abkühlen und Servieren
Förmchen aus dem Topf holen und ein paar Minuten abkühlen lassen, bis sie gut anfassbar sind.
Du kannst:
- den Kuchen direkt aus dem Förmchen/Tasse löffeln oder
- den Rand mit einem Messer lösen und den Kuchen auf einen Teller stürzen.
Nach Wunsch servieren mit
- einem Klecks Schlagsahne oder Schmand,
- Vanilleeis,
- etwas Puderzucker oder Kakao on top.
Tipps & Varianten
Förmchen vs. Tasse:
Du kannst beides parallel testen. Förmchen sehen „dessertiger“ aus, Tassen sind perfekt, wenn man keine Förmchen hat.
Süße anpassen:
Wenn du es sehr süß magst, nimm 140 g Zucker. Für weniger süß kannst du auf 100 g runtergehen.
Noch schokoladiger:
Ein paar Schokodrops in den Teig geben, bevor du ihn in die Förmchen füllst.
Ohne Vanille:
Geht auch – dann schmeckt es etwas herber, mehr Richtung Zartbitter.
Vorlauf planen:
Im Topf dauert es länger als im Ofen. Dafür heizt du keinen Ofen vor und kannst den Herd eh nutzen.
Endergebnis & Serviertipp Schokokuchen im Wasserbad











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