Tschebureki mit Rind – aus 1 kg Dinkelmehl (чебуре́ки )
- Juri

- 2. Dez. 2025
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Dez. 2025

Tiefkühl-Tschebureki чебуре́ки gibt’s fertig:
500-g-Packung, Rindfleisch 30 %, Preis hoch, Zutatenliste ist zwar Ok, doch die Qualität der Zutaten, kenne ich leider nicht. Wenn man das runterrechnet, sind das pro Packung nur 150 g Rindfleisch – und der Rest ist Teig, Wasser, Fett. Mir ist bewusst, dass da nicht viel Fleisch rein kommt, doch dann verstehe ich den Preis nicht. Teig ist nicht so Teuer und Öl auch nicht.
Ich wollte wissen: Was passiert, wenn ich das zu Hause einfach selber mache mit:
1 kg Bio-Dinkelmehl 630
1 kg Bio Rinderhack aus der Region
weißen Zwiebeln als feine Paste
handgroßen Teigtaschen, die auch in die Brotdose passen?
einer Menge, mit der du locker die Familie satt bekommst?
Ich habe verschiedene Varianten getestet: Ofen, Airfryer, Pfanne mit viel Fett, Pfanne mit wenig Fett.
Fazit: Am besten schmecken sie in der Pfanne.
Warum Tschebureki selber machen?
Du nutzt besseres Fleisch: 1 kg statt 150 g pro Tiefkühlpackung.
Du weißt, was drin ist: Rind, Zwiebel, Wasser, Salz, Pfeffer, Paprika. Fertig.
Du bekommst handgroße Tschebureki oder jede größe, die du willst.
Du kannst sie klassisch in Öl, auf heißem Blech im Ofen oder im Airfryer machen.
Große Menge = einmal Arbeit, danach ist das Gefrierfach voll.
Schwierigkeit, Menge & Zeit
Schwierigkeit: mittel
Menge: ca. 30–32 Tschebureki (handgroß)
Zeit:
Vorbereitung: ca. 45 Min
Teigruhe: 30 Min
Braten/Backen: ca. 40 Min
Gesamt: etwa 2 Stunden. Perfekt für einen Sonntag zusammen mit den Kindern.
Rezept für Selbstgemacht Tschebureki
Zutaten:
Teig – aus 1 kg Dinkel 630
1.000 g Dinkelmehl Type 630
2½ TL Salz (ca. 12–15 g)
4 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl - Olivenöl geht auch)
ca. 550 ml lauwarmes Wasser
Mit 550 ml Wasser starten und dann bei Bedarf schluckweise nachgießen – Dinkel nimmt Wasser etwas anders auf.
Wenn du das Öl vergisst oder es nicht möchtest, ist es kein Drama. Schau, dass du mit dem Wasser spielst. Der Teig muss weich sein und darf nicht kleben. Es kann sein, dass der Teig anfangs etwas klebt, wird nach Kneten und Ruhe aber trotzdem gut.
Füllung – Rind + Zwiebelpaste
600 g Rinderhackfleisch
ca. 350–400 g Zwiebeln (2–3 mittelgroße, weiß oder gelb)
2½ TL Salz (nach Geschmack anpassen)
1–1½ TL schwarzer Pfeffer
2 TL Paprikapulver, edelsüß
Flüssigkeit:
Zwiebelsaft aus der Verarbeitung
optional: wenig eiskaltes Wasser oder Brühe (nur bei Bedarf)
Zum Braten
neutrales Öl (z. B. Rapsöl) für die Pfanne
kein Frittiersee nötig – ein guter Film Fett reicht
Zwiebeln werden hier wirklich zu Paste verarbeitet. Das macht die Füllung saftig und gleichmäßig, ohne Stücke.
Zum Frittieren
ca. 1–1,2 Liter neutrales Öl (Rapsöl o. ä.)
Für Ofen & Airfryer
etwas Öl (Rapsöl, Butterschmalz oder Kokosöl) zum Einpinseln
Es ist definitiv beides möglich, es schmeckt auch gut, jedoch werden die in der Pfanne viel besser. Nicht so trocken. Du brauchst auch nicht zu viel Öl wenn du da bedenken hast. Ich habe zb einen Teelöffel Butterschmalz genommen, hat auch gereicht. Natürlich, sind die "frittiert" viel leckerer, doch ganz ehrlich. Das geht auch mit weniger Fett gut.
Schritt für Schritt:
1. Teig anrühren
Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche 8–10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.
Zu einer Kugel formen, leicht einölen (oder einfach in der bemehlten Schüssel lassen) und abdecken.
30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Wenn er dir danach noch zu klebrig vorkommt:
30–50 g Mehl auf die Arbeitsfläche geben,
Teig kurz einkneten,
nochmal 10–15 Minuten ruhen lassen.
2. Teig kneten & ruhen lassen
Teig auf der Arbeitsfläche 8–10 Min kneten, bis er glatt und elastisch ist.
Zu einer Kugel formen, leicht einölen und abgedeckt in die Schüssel legen.
30 Min bei Raumtemperatur ruhen lassen.
3. Zwiebelpaste vorbereiten (Tipps unten beachten)
Variante A – so mache ich es selbst (kein extra Wasser nötig):
Zwiebeln schälen, grob in Stücke schneiden und in einen großen, hohen Behälter geben.
Mit dem Pürierstab alles 30–60 Sekunden mixen, bis eine feine Zwiebelmasse entsteht. Es dürfen noch ganz kleine Stückchen drin sein, aber insgesamt soll es eher wie ein grober Brei wirken.
Die Zwiebelmasse kommt später direkt zum Hack – du musst sie nicht abseihen. Die Flüssigkeit in den Zwiebeln reicht in der Regel aus, um die Füllung saftig zu machen.
Variante B – wenn du die Zwiebelstückchen deutlicher schmecken möchtest:
Zwiebeln schälen und sehr fein würfeln oder auf der groben Reibe reiben.
So hast du mehr Struktur in der Füllung, brauchst aber meist etwas zusätzliche Flüssigkeit (Wasser oder Brühe), damit die Masse am Ende streichfähig wird.
4. Füllung mischen (Tipps unten beachten)
Hackfleisch in eine große Schüssel geben.
Die Zwiebelmasse (Variante A) oder die sehr fein geschnittenen Zwiebeln (Variante B) dazugeben.
Salz, Pfeffer und Paprikapulver hinzufügen.
Alles mit der Hand gründlich verkneten, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
Pürierte Zwiebeln (Variante A):
Durch das Zwiebelpüree ist meist schon genug Flüssigkeit in der Masse. Die Füllung soll weich und streichfähig sein, sich also gut auf dem Teig verteilen lassen, aber nicht wie Suppe vom Löffel laufen.
Falls sie wirklich zu fest wirkt, kannst du ganz minimal (esslöffelweise) eiskaltes Wasser oder Brühe dazugeben – meistens ist das aber nicht nötig.
Fein geschnittene Zwiebeln (Variante B):
Wenn du nur fein gewürfelte Zwiebeln verwendet hast und die Masse sehr kompakt ist, löffelweise eiskaltes Wasser oder Brühe untermischen, bis sie streichfähig wird.
Auch hier gilt: lieber langsam ran tasten, die Masse soll formbar bleiben und nicht fließen.
5. Teig abteilen & ausrollen
Wir zielen auf handgroße Tschebureki, die du gut in der Presse formen kannst.
Aus der Teigmenge (ca. 1,6 kg) mache ich ca. 30–32 Kugeln à 45–50 g.
Das ergibt Kreise von ungefähr 12–15 cm Durchmesser.
So gehst du vor:
Teig kurz durchkneten, wenn er geruht hat.
In 30–32 Stücke teilen (je 45–50 g).
Jedes Stück zu einer Kugel rollen.
Ohne Presse:
Auf leicht bemehlter Fläche zu 12–15 cm großen Kreisen ausrollen.
Dicke: ungefähr 2–3 mm, nicht papierdünn.
Mit Tortilla-Presse (so machst du es):
Zwei Stücke Backpapier oder Folie zuschneiden und ganz leicht einölen (Ölspray oder ein Tropfen Öl mit Küchenpapier verstreichen).
Teigkugel einmal kurz in Mehl wälzen und überschüssiges Mehl abklopfen.
Kugel zwischen die zwei Papiere legen und in der Presse nicht bis zum Anschlag, sondern nur so weit pressen, bis du einen Kreis von etwa 12–15 cm und ca. 2–3 mm Dicke hast.
So klebt der Dinkelteig weniger und reißt nicht so schnell.
6. Füllen & verschließen
Die Füllung soll saftig, aber nicht überladen sein. Du hast ja gemerkt:Zu viel Fleisch → schwer zu schließen, platzt schneller, spritzt mehr.
Menge pro Tscheburek:
ca. 1 gut gehäufter EL Füllung(das sind ungefähr 25–30 g)
So machst du’s:
Auf eine Hälfte jedes Kreises 1 gut gehäuften EL Füllung geben.
Füllung flachstreichen, rundherum ca. 1 cm Rand frei lassen.
Teig zur Hälfte klappen, Luft vorsichtig herausdrücken.
Rand zuerst mit den Fingern fest zusammendrücken.
Danach mit einer Gabel den Rand rundherum andrücken – das ist wichtig:
damit keine Füllung in Pfanne/Öl läuft
und damit es nicht so stark spritzt, falls doch mal etwas austritt.
7. Tschebureki braten – was sich wirklich bewährt hat
Ich habe getestet:
Pfanne mit viel Fett → sehr spritzig, vor allem wenn eine Tasche platzt
Pfanne mit wenig Fett → gutes Ergebnis, weniger Sauerei
Ofen → geht, aber eher „Brotfladen-Vibe“
Airfryer → geht stark auf, eher trocken
Variante 1: Pfanne mit wenig Fett
So schmecken sie für mich (fast) am besten und sind gut kontrollierbar. (Nicht zu fettig)
Eine große Pfanne auf mittlere bis mittelhohe Hitze bringen.
Boden der Pfanne mit einem guten Film Öl bedecken (z. B. Rapsöl) – es soll alles dünn bedeckt sein, aber kein tiefer See.
2–3 Tschebureki in die Pfanne legen.
Pro Seite ca. 3–4 Minuten braten, bis sie goldbraun und knusprig sind.
Hitze bei Bedarf anpassen, damit sie nicht zu dunkel werden.
Fertige Tschebureki auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen.
So bekommst du außen kross, innen saftig – ohne literweise Fett.
Variante 2: Mehr Fett / halb frittieren (optional)
Wenn du sie „imbissiger“ willst (Natürlich sind die so lecker, durch das Fett):
In einer hohen Pfanne oder einem breiten Topf ca. 1–1,5 cm hoch Öl einfüllen.
Auf 170–180 °C erhitzen (Holzlöffel-Test: kleine Bläschen steigen am Stiel auf).
2–3 Tschebureki gleichzeitig hineinlegen.
Pro Seite 3–4 Minuten frittieren.
Ohne Deckel braten! Sonst tropft Kondenswasser zurück und es spritzt mehr.
Geschmacklich top, aber deutlich mehr Spritzer und Sauerei – und wenn eine Tasche aufgeht, spritzt es ordentlich. (Ich hasse das - darum für mich Variante 1)
Variante 3: Ofen & Airfryer (möglich, aber mit Abstrichen)
Ofen:
Backblech mit Backpapier belegen und 2–3 EL Öl darauf verteilen (einpinseln oder sprühen).
Blech bei 220 °C Ober-/Unterhitze mindestens 10 Min mit vorheizen.
Tschebureki auf das heiße, geölte Blech legen, Oberseite leicht mit Öl einpinseln.
8–10 Min backen, wenden, nochmal 8–10 Min backen, bis sie goldbraun sind.
Airfryer: (Da gehen sie etwas mehr auf als im Ofen)
Airfryer auf 190 °C vorheizen.
Tschebureki dünn mit Öl einpinseln.
In den Korb legen (nicht stapeln), 10–12 Min backen, nach der Hälfte wenden.
Beides funktioniert, aber: In der Pfanne werden sie am aromatischsten. Ofen und Airfryer sind eher Alternativen, wenn du Fett sparen willst und dafür etwas weniger „Imbiss-Feeling“ akzeptierst.
Aufbewahrung & Meal-Prep
Roh einfrieren:
Gefüllte, ungebackene Tschebureki auf ein bemehltes Brett legen und anfrieren.
Dann in Dosen/Beuteln mit Backpapier dazwischen stapeln.
Direkt aus dem Tiefkühler ins heiße Öl oder auf das heiße Blech, Garzeit etwas verlängern.
Fertig gebacken/frittiert:
Komplett abkühlen lassen.
Einfrieren und im Ofen oder Airfryer bei 180 °C wieder aufknuspern.
Tipp: So wird die Füllung saftig – nicht wässrig
Fleischwolf, Reibe oder Pürierstab?
Du kannst die Zwiebeln fein würfeln, reiben, durch den Fleischwolf drehen oder (wie ich es gemacht habe) im hohen Gefäß mit dem Pürierstab mixen.
Je feiner, desto gleichmäßiger verteilt sich die Zwiebel im Hack.
Ich würde es so machen:
Pürierstab / Fleischwolf (fein):
Zwiebeln grob schneiden, in einen hohen Behälter geben, 30–60 Sekunden pürieren.
So entsteht eine Zwiebelmasse mit genug Saft – zusätzliches Wasser ist meist nicht nötig.
Sehr fein gewürfelt / gerieben:
Dann kann die Masse kompakter sein. In dem Fall esslöffelweise eiskaltes Wasser oder Brühe zugeben, bis die Füllung weich und streichfähig ist.
Was mache ich mit der Flüssigkeit?
Bei gutem Fleisch (z. B. frisch gewolft vom Metzger, nicht super wässrig) kannst du die Zwiebel-Flüssigkeit drin lassen und zuerst mit dem Zwiebelsaft arbeiten.
Gib nach und nach Zwiebelsaft zur Hackmasse, bis sie weich und streichfähig ist. Nur wenn sie dann noch zu fest ist, löffelweise eiskaltes Wasser oder Brühe dazugeben.
Ziel: Die Masse soll streichfähig, aber keine Suppe sein. Sie darf sich langsam vom Löffel lösen, aber nicht runterlaufen.
Wenn du eher „Billigfleisch“ Discounter hast:
Geriebene oder gewolfte Zwiebeln in ein Sieb geben und leicht ausdrücken.
Den Saft auffangen.
Hack mit der ausgedrückten Zwiebel mischen und zuerst nur Zwiebelsaft zugeben.
Falls die Masse dann noch zu fest ist, sehr vorsichtig löffelweise Wasser oder Brühe dazugeben.
Wird die Füllung doch zu weich, kannst du sie mit 1–2 EL Semmelbrösel pro 500 g Hack etwas binden. (Nutze ich nur als Notlösung, wenn die Fleischqualität wirklich mau ist.)
Was kostet dich das?
Meine realen Preise:
1 kg Rinderhack: 19,73 € - Frisch vom Metzger vor mir gewolft.
600 g Rinderhack (z. B. 18,90 €/kg): ca. 11,34 € (Mehr brauchst du im Grunde nicht)
0,572 kg Zwiebeln (1,19 €/kg): 0,68 € (Einzelne)
ca. 0,4 kg Zwiebeln (z. B. 1,19 €/kg): rund 0,50 €
1 kg Bio-Dinkelmehl 630 (Lidl): 1,35 €
Öl, Gewürze, Strom (grob geschätzt): ca. 3,00 € - Keine Ahnung, aber rechne halt mehr dazu wenn du willst.
ca. 0,4 kg Zwiebeln (z. B. 1,19 €/kg): rund 0,50 €
1 kg Bio-Dinkelmehl 630 (Lidl): 1,35 €
Öl, Gewürze, Strom: grob geschätzt 3,00 €
Gesamt: ca. 24,80 € für den ganzen Ansatz.
Zusammen liegst du bei ungefähr 16 € für den ganzen Ansatz.
Mit Teig und Füllung kommst du locker auf etwa 2,5 kg fertige Tschebureki.
Das sind rund 6–7 € pro Kilo.
Die Tiefkühl-Variante liegt bei ca. 25,80 €/kg.
Also: Selbst gemacht bekommst du in etwa das Dreifache an Essen für das gleiche Geld.
Tschebureki aus 1 kg Dinkel (Screenshot-freundlich)
Teig (ca. 30–32 Stück):
1.000 g Dinkel 630
2½ TL Salz
optional 2–4 EL neutrales Öl
ca. 550 ml lauwarmes Wasser
optional 2 EL Wodka
Füllung:
600 g Rinderhack
ca. 350–400 g Zwiebeln, sehr fein verarbeitet (Pürierstab, Wolf oder Reibe)
2½ TL Salz
1–1½ TL Pfeffer
2 TL Paprika edelsüß
Pro Stück (handgroß):
ca. 45–50 g Teig
ca. 25–30 g Füllung
Teigkreis ca. 12–15 cm, zu Halbmond gefaltet.
Kurz:
Teig aus Dinkel, Salz, Wasser (optional Öl und Wodka) kneten, 30 Min ruhen lassen.
Zwiebeln sehr fein verarbeiten, direkt mit Hack und Gewürzen mischen.
Teig in 30–32 Portionen à 45–50 g teilen, mit der Tortilla-Presse oder dem Nudelholz auf 12–15 cm flach drücken (2–3 mm).
Mit 1 gehäuftem EL Füllung belegen, zuklappen, Rand mit Fingern und Gabel sehr gut verschließen.
In der Pfanne mit einem guten Film Öl pro Seite 3–4 Min goldbraun braten.
Alternativ halb frittieren oder im Ofen/Airfryer zubereiten – mit Abstrichen beim Ergebnis.











Kommentare