Hier sind bestätigte Studien und Quellen zu den 5 Aussagen über getrocknete Pflaumen, inklusive aktueller wissenschaftlicher Literatur.
1️⃣ Stimmt es, dass Trockenpflaumen gut gegen Verstopfung helfen?
AHA: „Trockenpflaumen bei Verstopfung. Ja. Ballaststoffe, Sorbitol und Polyphenole machen den Stuhl weicher und erhöhen die Frequenz. In Studien wirkten 50 bis 100 Gramm pro Tag teils besser als Psyllium. Trinken nicht vergessen. Bei starken Beschwerden ärztlich abklären.“
Antwort: Ja. Gute Evidenz bei leichter bis moderater Verstopfung.
Erklärung: Randomisierte Studien zeigen mehr vollständige spontane Stuhlgänge und weichere Konsistenz im Vergleich zu Psyllium. Der Effekt beruht vermutlich auf Sorbitol, löslichen Ballaststoffen und Polyphenolen. Prune Juice kann helfen, liefert aber weniger Ballaststoff. Dosierung in Studien oft 50 bis 100 Gramm pro Tag für einige Wochen. Verträglichkeit meist gut; bei Blähungen Menge anpassen.
2️⃣ Stimmt es, dass Trockenpflaumen gut für die Knochengesundheit sind?
AHA: „Knochen und Trockenpflaumen. Ja, als Ergänzung. Täglich etwa 50 Gramm können den Abbau der Knochendichte an Hüfte bremsen. Effekte sind vor allem bei postmenopausalen Frauen gezeigt. Kein Ersatz für Bewegung, Eiweiß, Vitamin D und Calcium.“
Antwort: Ja. Evidenz aus einer 12 Monate randomisierten Studie und Folgestudien.
Erklärung: In einem randomisierten Jahresversuch blieb die Knochendichte an der Hüfte mit 50 Gramm täglich stabil, während sie in der Kontrollgruppe sank. Weitere Arbeiten zeigen erhaltene Knochendichte und Struktur an der Tibia sowie antiinflammatorische Effekte. Der Nutzen ist populationsspezifisch untersucht und teils dosisabhängig. Grundlage bleibt ein Gesamtpaket aus Ernährung, Training und ärztlicher Abklärung.
3️⃣ Stimmt es, dass Trockenpflaumen antioxidativ wirken?
AHA: „Ja. Trockenpflaumen liefern viele Polyphenole und zeigen hohe antioxidative Aktivität in Laboranalysen. Das schützt Moleküle vor oxidativem Stress. Direkte klinische Endpunkte sind begrenzt, als Baustein in einer gemüsereichen Ernährung sinnvoll.“
Antwort: Ja. Stark belegt auf Inhaltsstoff und Labor Ebene..
Caffeoylchininsäuren und weitere Phenole tragen wesentlich zur Radikalfänger Aktivität bei. Ein Teil der Wirkung entsteht vermutlich auch über Mikrobiom und Metaboliten. Antioxidative Kapazitäten bedeuten nicht automatisch weniger Krankheitsfälle. Die Aussage bezieht sich daher primär auf biochemische Marker.
4️⃣ Stimmt es, dass Trockenpflaumen die Leberfunktion unterstützen?
AHA: „Jein. Es gibt eine ältere Studie mit verbesserten Leberwerten bei Gesunden. Das ist ein Hinweis, kein Beweis für Therapie. Setze bei Leberproblemen nicht allein auf Trockenpflaumen und kläre Ursachen ärztlich.“
Antwort: Jein. Früh und begrenzt belegt.
Erklärung: Eine klinische Untersuchung an Gesunden zeigte günstige Veränderungen einzelner Laborwerte nach regelmäßiger Aufnahme von Trockenpflaumen im Alltag. Datenlage und Studiendesign sind eingeschränkt. Es fehlen robuste Studien bei klar definierten Lebererkrankungen. Daher nur als Teil einer insgesamt ausgewogenen Ernährung betrachten.
5️⃣ Stimmt es, dass Trockenpflaumen krebsvorbeugend wirken?
AHA: „Unklar. Im Labor hemmen Extrakte das Wachstum von Tumorzellen und Entzündungswege. Für echte Vorbeugung beim Menschen fehlen Beweise. Iss Trockenpflaumen als Teil einer pflanzenreichen Ernährung, aber nicht als Anti Krebs Mittel."
Antwort: Unklar. Hinweise aus Labor und Tiermodellen, keine harten Endpunkte beim Menschen.
Erklärung: Polyphenole und nicht stärkehaltige Bestandteile zeigen in vitro antikarzinogene Effekte und beeinflussen Signalwege. Beobachtungen zu getrockneten Früchten sind teils positiv, aber nicht kausal. Es gibt keine randomisierten Studien, die Krebsinzidenz durch Trockenpflaumen beim Menschen senken.
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