Milchbrötchen sind super begehrt bei kleinen aber auch großen immer gerne gegessen. Das beste ist, das diese auch noch schnell gemacht sind. Du machst einen einfachen Hefeteig, formst kleine längliche (oder runde) Brötchen daraus und kannst sie dann so lassen oder direkt in verschiedene Richtungen bringen. Neutral, mit Schokolade oder mit etwas Hagelzucker im Teig.
Wir haben direkt die doppelte Menge gemacht, weil sich das bei Milchbrötchen einfach lohnt. Natürlich musst du das nicht, darum ist auch eine normale Portion angegeben. Ein Blech war gar nicht genug. Der Teig geht erst beim Ruhen auf und später im Ofen nochmal, deshalb sehen die Brötchen am Ende deutlich größer aus, als man vorher denkt. Genau das ist aber gut. So werden sie weich, locker und schön fluffig.
Video zum Rezept
[
]
Warum du diese Milchbrötchen lieben wirst
Diese Milchbrötchen sind weich, süß und nicht trocken. Genau das ist bei Milchbrötchen wichtig, weil niemand ein süßes Brötchen will, das sich anfühlt wie ein alter Schwamm mit Bäckertrauma.
Du kannst die einfache Menge machen oder direkt verdoppeln. Die einfache Menge ergibt ungefähr 16 kleine Milchbrötchen. Wenn du doppelt backst, hast du genug für Frühstück, Snackboxen, Besuch oder zum Einfrieren.
Die Milchbrötchen schmecken pur, mit Butter, Marmelade, Honig oder einfach so aus der Hand. Gerade mit Hagelzucker obendrauf brauchen sie eigentlich nicht mehr viel.
Und das Beste: Du lernst dabei direkt ein bisschen Hefeteig verstehen. Wenn die Milch zu heiß ist, mag die Hefe das nicht. Wenn der Teig Zeit bekommt, wird er locker. Und wenn du ihn ordentlich formst, gehen die Brötchen schöner auf.
Milchbrötchen sind kein einzelnes Rezept, sondern ein weicher Grundteig, aus dem du mehrere Versionen machen kannst. Neutral, mit Schokolade oder mit ein bisschen Hagelzucker im Teig.
Neutral
Das ist die einfachste Version. Du formst die Milchbrötchen einfach aus dem Grundteig, pinselst sie ein und backst sie. So passen sie zu Butter, Marmelade, Honig oder einfach pur.
Mit Schokolade oder Rosinen
Für Schoko-Milchbrötchen kannst du kleine Schokostücke in den Teig einarbeiten. Am besten nicht zu große Stücke nehmen, sonst reißen sie dir beim Formen leichter aus dem Teig. Die Schokolade sollte eher im Teig sitzen und nicht nur außen kleben.
Mit Hagelzucker
Hagelzucker funktioniert, aber du solltest nicht zu viel nehmen. Wenn du ihn nur außen draufstreust oder erst ganz am Ende reindrückst, fällt er schnell wieder raus. Besser ist: Teigling leicht flach drücken, etwas Hagelzucker daraufgeben und den Teig dann längs aufrollen. So sitzt der Hagelzucker mehr in den Teigschichten und bleibt besser drin.
Wichtig: Weniger ist hier besser. Zu viel Hagelzucker macht die Brötchen schnell zu süß ausserdem, würde ich auf das bestreuen verzichten. (Oben drauf) Das ist oft zu viel und die fallen auch gerne herunter.
Milchbrötchen formen
Teile den Teig in gleich große Stücke. Bei einfacher Menge werden es ungefähr 16 kleine Milchbrötchen. Bei doppelter Menge bekommst du entsprechend mehr oder du machst die Brötchen etwas größer.
Nimm ein Teigstück und drücke es leicht flach. Dann rollst du es längs auf, also von einer Seite zur anderen, bis ein kleines ovales Brötchen entsteht. Es muss nicht perfekt aussehen. Der Teig geht beim Ruhen und später im Ofen nochmal auf.
Wenn du Schokolade oder Hagelzucker einarbeiten willst, gibst du davon nur wenig auf den flach gedrückten Teig und rollst ihn dann ein. So liegt die Füllung zwischen den Teigschichten und fällt nicht direkt wieder raus.
Setze die Brötchen mit etwas Abstand aufs Blech. Denk dran: Die werden noch größer. Was jetzt klein aussieht, kann im Ofen nochmal ordentlich aufgehen.
Schwierigkeit, Portionen und Zeit
Schwierigkeit: einfach bis mittel
Portionen: etwa 16 kleine Milchbrötchen bei einfacher Menge
Zubereitungszeit: etwa 35 bis 40 Minuten
Ruhezeit: etwa 1 Stunde
Backzeit: etwa 20 Minuten
Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 40 Minuten
Zutaten für Milchbrötchen selber backen
Für die einfache Menge
500 g Mehl Type 405
250 ml Milch
60 g Zucker
100 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Eigelb
½ Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
Zum Einpinseln
1 Eiweiß
2 EL Milch
Für die doppelte Menge
1000 g Mehl Type 405
500 ml Milch
120 g Zucker
200 g Butter
2 Päckchen Vanillezucker
2 Eigelb
1 Würfel frische Hefe oder 2 Päckchen Trockenhefe
Zum Einpinseln bei doppelter Menge
2 Eiweiß
4 EL Milch
Schritt-für-Schritt-Anleitung für Milchbrötchen selber backen
Milch lauwarm machen
Erwärme die Milch nur lauwarm. Sie soll sich warm anfühlen, aber nicht heiß. Denk an Babybadewasser. Wenn die Milch zu heiß ist, kann die Hefe kaputtgehen und dann geht der Teig nicht richtig auf.
Hefe kurz starten lassen
Nimm von der Milch ungefähr 50 ml ab. Die Milch soll warm sein, aber nicht heiß. Gib die Hefe dazu und rühre sie glatt. Wenn du möchtest, gib noch 1 bis 2 Esslöffel Mehl aus der Rezeptmenge dazu. Dann lässt du das Ganze 5 bis 10 Minuten stehen.
Wenn die Mischung kleine Blasen bildet oder leicht aufgeht, weißt du: Die Hefe arbeitet. Dann kommt sie mit der restlichen Milch, Mehl, Zucker, Eigelb und Butter in die Schüssel.
Wichtig: Das Mehl dafür nimmst du einfach von der normalen Mehlmenge weg. Nicht extra noch mehr Mehl dazugeben, sonst wird der Teig am Ende fester.
Teig ansetzen
Gib Mehl, Zucker, Eigelb und die restliche Milch in eine große Schüssel. Schmelze die Butter und lass sie kurz abkühlen, damit sie nicht heiß in den Teig kommt. Dann gibst du die Butter und die Hefemischung dazu.
Teig kneten
Knete alles etwa 10 Minuten zu einem glatten Teig. Das geht mit der Küchenmaschine oder mit der Hand. Am Anfang wirkt Hefeteig manchmal etwas komisch, klebrig oder unruhig. Lass dich davon nicht stressen. Nach ein paar Minuten wird er glatter.
Wenn der Teig sehr stark klebt, gib nicht sofort viel Mehl dazu. Erstmal weiterkneten. Hefeteig verändert sich beim Kneten. Nur wenn er wirklich gar nicht formbar wird, gibst du ein kleines bisschen Mehl dazu.
Teig gehen lassen
Decke die Schüssel ab und lass den Teig etwa 1 Stunde gehen. Am besten an einem warmen Ort. Der Teig sollte danach deutlich größer sein. Wenn er sich ungefähr verdoppelt hat, bist du auf einem guten Weg.
Teig teilen
Bestäube die Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Gib den Teig darauf und knete ihn kurz durch. Forme ihn zu einer Rolle und teile ihn in gleich große Stücke. Bei einfacher Menge machst du etwa 16 Stücke. Bei doppelter Menge entsprechend mehr oder du machst größere Brötchen.
Ein einfacher Trick: Teile die Rolle erst in zwei Hälften. Dann jede Hälfte wieder halbieren. Und so weiter, bis du ungefähr gleich große Stücke hast.
Milchbrötchen formen
Jetzt kommt der Teil, der vielen beim ersten Mal komisch vorkommt. Aber eigentlich ist es einfach.
Nimm ein Teigstück in die Hand. Zieh den äußeren Rand immer wieder zur Mitte. Stell dir vor, du ziehst den Teig wie kleine Falten nach innen. Dadurch wird die Außenseite glatter und bekommt Spannung.
Dann legst du den Teigling mit der glatten Seite nach oben auf die Arbeitsfläche. Rolle ihn leicht hin und her, bis er länglich wird.
Für die einfache klassische Form kannst du ihn jetzt aufs Blech legen und später schräg einschneiden.
Für die Version wie auf unserem Foto machst du es etwas verspielter: Rolle den Teigling etwas länger aus, fast wie eine kleine dicke Teigwurst. Dann drehst du ihn leicht ein oder legst ein Ende locker über das andere. Nicht zu kompliziert denken. Es muss kein perfekter Knoten werden. Es reicht, wenn der Teig eine kleine Drehung bekommt. Beim Backen geht er auf und sieht dann von allein schöner aus.
Wichtig ist nur: Nicht zu fest drücken. Der Teig soll noch Luft behalten.
Milchbrötchen aufs Blech setzen
Lege die geformten Milchbrötchen mit etwas Abstand auf ein Backblech mit Backpapier. Wenn du die doppelte Menge machst, brauchst du wahrscheinlich zwei Bleche oder du backst nacheinander.
Wenn die Brötchen beim Backen leicht zusammengehen, ist das nicht schlimm. Gerade bei weichem Gebäck sieht das sogar ziemlich schön aus. Wie ein Blech voller süßer Frühstücksbrötchen, die sich gegenseitig festhalten, weil Montag ist.
Einpinseln
Verrühre Eiweiß mit Milch und pinsle die Brötchen damit ein. Dadurch bekommen sie beim Backen diese schöne goldene Oberfläche.
Wenn du sie so machen willst wie auf unserem Foto, streust du jetzt Hagelzucker darüber. Nicht zu sparsam, aber auch nicht so, dass du nachher ein Zuckergebirge hast.
Einschneiden oder nicht?
Bei klassischen Milchbrötchen kannst du die Oberfläche mit einem sehr scharfen Messer oder einer Rasierklinge schräg einschneiden.
Bei der gedrehten Version brauchst du das nicht unbedingt. Durch die Form entstehen sowieso kleine Linien und Kanten. Wenn du trotzdem einschneidest, dann nur leicht. Sonst zerstörst du schnell die Form.
Milchbrötchen backen
Backe die Milchbrötchen bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für etwa 20 Minuten. Sie sollen goldbraun sein, aber nicht dunkel und trocken.
Jeder Ofen ist anders. Schau ab etwa 16 bis 18 Minuten einmal rein. Wenn sie oben schön glänzen und goldbraun sind, können sie raus.
Abkühlen lassen
Lass die Milchbrötchen kurz auf dem Blech abkühlen. Warm schmecken sie natürlich richtig gut, aber direkt aus dem Ofen sind sie innen noch sehr weich. Gib ihnen ein paar Minuten, dann lassen sie sich besser essen.
So gelingt dir Milchbrötchen selber backen garantiert
Der wichtigste Punkt ist die Temperatur. Milch und Butter dürfen nicht heiß sein. Lauwarm reicht. Hefe ist kein Fan von Sauna.
Knete den Teig lange genug. 10 Minuten klingen erstmal viel, aber genau dadurch wird der Teig glatter und elastischer. Wenn du zu kurz knetest, werden die Brötchen schneller kompakt.
Lass dem Teig Zeit. Wenn er nach einer Stunde noch nicht richtig aufgegangen ist, war es vielleicht zu kalt. Dann gib ihm einfach noch etwas Zeit. Hefeteig ist kein Timer-Rezept. Er zeigt dir, wann er bereit ist.
Beim Formen hilft Spannung. Wenn du den Teig vom Rand zur Mitte ziehst, wird die Außenseite glatter. Das sorgt dafür, dass die Brötchen später schöner aufgehen.
Und mach dir keinen Stress, wenn sie nicht alle gleich aussehen. Unsere sahen auch nicht aus wie aus einer Maschine. Aber genau das ist doch schön. Selbst gemacht darf man sehen.
Typische Fehler bei Milchbrötchen und wie du sie vermeidest
Die Milchbrötchen werden trocken
Dann waren sie wahrscheinlich zu lange im Ofen oder zu heiß gebacken. Nimm sie raus, sobald sie goldbraun sind. Milchbrötchen sollen nicht knusprig wie normale Brötchen werden, sondern weich bleiben.
Der Teig geht nicht auf
Dann war die Hefe vielleicht alt oder die Milch war zu heiß. Frische Hefe sollte nicht abgelaufen sein. Und die Milch wirklich nur lauwarm machen.
Der Teig klebt stark
Ein bisschen Kleben ist normal. Knete erst weiter, bevor du mehr Mehl dazugibst. Zu viel Mehl macht die Milchbrötchen fester und trockener.
Die Form wird nicht schön
Nicht schlimm. Wirklich nicht. Forme die Teiglinge erst rund, dann länglich. Für die gedrehte Form rollst du sie etwas länger aus und legst ein Ende locker über das andere. Beim Backen wird vieles schöner, als es vorher aussieht.
Varianten für Milchbrötchen
Mit Hagelzucker
Hagelzucker funktioniert, aber du solltest nicht zu viel nehmen. Wenn du ihn nur außen draufstreust oder erst ganz am Ende reindrückst, fällt er schnell wieder raus. Besser ist: Teigling leicht flach drücken, etwas Hagelzucker daraufgeben und den Teig dann längs aufrollen. So sitzt der Hagelzucker mehr in den Teigschichten und bleibt besser drin.
Wichtig: Weniger ist hier besser. Zu viel Hagelzucker macht die Brötchen schnell zu süß ausserdem, würde ich auf das bestreuen verzichten. (Oben drauf) Das ist oft zu viel und die fallen auch gerne herunter.
Mit Rosinen
Du kannst Rosinen in den Teig kneten. Dafür die Rosinen am besten vorher kurz in Wasser einweichen und danach gut abtropfen lassen. Dann bleiben sie weicher.
Mit Schokolade
Kleine Schokostücke gehen auch. Die sollten aber nicht zu groß sein, sonst reißen sie dir beim Formen den Teig auf.
Weniger süß
Wenn du die Milchbrötchen lieber etwas neutraler möchtest, kannst du den Zucker etwas reduzieren. Dann passen sie auch besser zu Butter oder Frischkäse.
Aufbewahrung und Einfrieren
Milchbrötchen schmecken am ersten Tag am besten. Wenn du sie weich halten willst, pack sie luftdicht ein. Zum Beispiel in eine Dose oder in einen gut verschlossenen Beutel.
Am nächsten Tag kannst du sie kurz aufwärmen. Ein paar Sekunden in der Mikrowelle machen sie wieder weich. Oder du gibst sie kurz in den Ofen, wenn du sie lieber leicht warm magst.
Einfrieren geht auch gut. Lass die Milchbrötchen komplett abkühlen, pack sie luftdicht ein und frier sie ein. Zum Essen einfach auftauen lassen und kurz aufbacken oder erwärmen. Gerade bei doppelter Menge lohnt sich das.
FAQ zu Milchbrötchen selber backen
Kann ich Milchbrötchen mit Trockenhefe backen?
Ja, das geht. Statt ½ Würfel frischer Hefe kannst du bei einfacher Menge 1 Päckchen Trockenhefe verwenden. Bei doppelter Menge nimmst du entsprechend 2 Päckchen.
Kann ich Milchbrötchen einfrieren?
Ja. Am besten komplett abkühlen lassen, luftdicht verpacken und einfrieren. Später auftauen lassen und kurz erwärmen. Dann schmecken sie wieder deutlich frischer.
Warum werden meine Milchbrötchen nicht fluffig?
Meist liegt es an zu heißer Milch, zu kurzer Gehzeit oder zu viel Mehl. Der Teig soll weich sein, gut geknetet werden und genug Zeit bekommen.
Muss ich Milchbrötchen einschneiden?
Nein. Klassische längliche Milchbrötchen kannst du einschneiden. Bei gedrehten oder geknoteten Milchbrötchen ist das nicht unbedingt nötig, weil die Form schon Struktur hat.
Rezept zusammengefasst
Für 16 kleine Milchbrötchen brauchst du: 500 g Mehl, 250 ml Milch, 60 g Zucker, 100 g Butter, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Eigelb, ½ Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe, 1 Eiweiß, 2 EL Milch und optional Hagelzucker.
Milch lauwarm machen. Hefe mit etwas Milch und Vanillezucker anrühren. Mehl, Zucker, Eigelb, restliche Milch, Butter und Hefemischung verkneten. 10 Minuten kneten. 1 Stunde gehen lassen. Teig teilen. Teiglinge rund formen, länglich rollen oder leicht drehen. Einpinseln. Hagelzucker drauf. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze etwa 20 Minuten backen.
Abschluss
Solche Milchbrötchen sind genau die Art Rezept, die man einmal macht und dann direkt denkt: Okay, das gehört ins Familienkochbuch. Nicht, weil es perfekt kompliziert ist, sondern weil es im Alltag funktioniert. Frühstück, Kinder, Besuch, Brotdose, Kaffee, alles möglich.
Speicher dir das Rezept ab, mach ruhig direkt die doppelte Menge und schreib dir eure eigene Version dazu. Mit Hagelzucker, ohne Hagelzucker, mit Rosinen oder einfach pur.
*Die markierten Links führen zu Amazon, diese Produkte oder ähnliche habe ich selbst und kann dir diese daher auch empfehlen. Wenn du über diesen Link ein Produkt erwirbst, zahlst du nicht mehr und doch erhalte ich als Dankeschön von Amazon eine minimale Provision von zb. 1%-6%
Kommentare